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Reviews

Testbericht Tarot FY680

Testbericht Tarot FY680 -
Fotos: Sebastian Haas

1.Anforderungen

Mein Wunsch: Ein mittelgroßer Hexacopter mit einer Nutzlast von zirka 1kg und kompakten Maßen. Bei der Suche nach einem klappbaren Rahmen stieß ich auf die asiatische Firma Tarot. Diese bietet vergleichsweise günstige Multicopter Rahmen und passendes Zubehör. Der FY680 sollte mir laut Herstellerinformation alle gestellten Wünsche erfüllen.

Bestellt habe ich direkt bei Tarot-rc.com, der Versand kostete zwar 29€, trotzdem ist der Hexacopterrahmen für umgerechnet 112€ bezahlbar. Ich habe mehrmals bei Tarot bestellt und dabei nur gute Erfahrungen gemacht, die Lieferung erfolgte stets pünktlich und komplett.

2. Setup

Steuerung

Das seit langem bewährte NAZA M von DJI wurde in der V2 Version samt GPS und PMU verbaut. Als Empfänger kam ein telemetriefähiger M-LINK 9 Kanal Diversity zum Einsatz.

Powersetup

Hobbyking gibt seinen 14poligen Multistar 2814-700 mit 340Watt Dauerleistung an. Er kann mit 12,4V (3S) und 14,4V (4S) befeuert werden, dabei ist die Belastungsgrenze von 25A Dauerlast zu beachten, was mit einem Graupner 11×5 CFK Propeller aber kein Problem sein sollte. Die Motoren kommen sauber verpackt mit passendem Alumitnehmer. Praktisch ist auch, dass die Befestigungsbohrungen perfekt auf die von Tarot mitgelieferten Motorträger passen.

Hobbyking bietet passend zum Außenläufer einen 30A Regler an, dieser entstammt ebenfalls der Multistar-Serie. Da kein BEC benötigt wird, orderte ich die OPTO Version. Der Regler lässt sich ohne Probleme mit der Multistar Programming Card konfigurieren.

Die nötige Energie liefern zwei parallel angeschlossene 3S Lipos mit je 4Ah Kapazität. Das ergibt 89,6 Wh, die in den mit bis zu 30C belastbaren Akkumulatoren lagern.

Falls damit die angestrebte Flugzeit von 15min nicht erreicht wird, kann auf ein 4S Setup umgestellt werden.

Gimbal (n-Factory Gimbal-Mount X800 Bausatz)

Hier kommt ein von N-Factory angebotenes Servo Gimbal zum Einsatz. Zusammen mit schnellen Graupner Servos bietet es die Möglichkeit, ein breites Spektrum von Kameras auf zu nehmen. Das mit Dämpferset ausgelieferte 2-Achsgimbal lässt sich über das NAZA M V2 steuern und über den DJI Assistent brauchbar konfigurieren.

Die gelieferten Teile sind präzise gefertigt und passen saugend ineinander. Mit etwas Geschick und der mitgelieferten Anleitung ist das Gimbal schnell einsatzbereit. Die Servos werden zwar vom NAZA M gesteuert, die nötige Stromversorgung übernimmt aber ein externes BEC der Firma Pichler (BEC BOY 3A). Das Gimbal wird über einen Hopper aktiviert. So stört es während der Startvorbereitungen nicht und die Servos nehmen keinen Schaden, falls kurzzeitig Druck auf sie ausgeübt wird.

Testbericht Tarot FY680 -

Telemetrie (UNISens E, M-LINK)

Für mich interessante Daten waren vor allem Spannungslage und eine grobe Anzeige der verbrauchten Kapazität. Zusätzlich bietet die kleine Sensoreinheit auch noch die Möglichkeit einer Höhenmessung (barometrisch). Irrelevante Daten, die aber ebenfalls mit dem UNI-Sens E erhoben werden können, sind Drehzahl, Variometer und Stromaufnahme. Hierbei gilt es lediglich zu bedenken, dass das UNISens in einer Parallelschaltung verbaut ist, dies bedeutet eine Aufteilung der gesamten Stromaufnahme der 6 Motoren. Die mitgelieferte Anleitung ist sehr ausführlich und macht eine sachgemäße Installation einfach.

Die erhobenen Daten werden von einem Bluetooth Baustein, verbaut in einem Multiplex Royal Pro 9 Sender, auf ein Android Gerät übertragen und können dank der Souffleuse  (App von UbitRC) in Bild und Ton durch das Smartphone ausgegeben werden.

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3. Lieferumfang Tarot FY680

Tarot liefert pünktlich und sauber verpackt. Alle Teile aus Carbon sind präzise gefräst. Das hochwertige Carbon weist keinerlei Makel wie zum Beispiel größere Lufteinschlüsse auf. Die Aluteile sind eloxiert, was dem Copter zu einer professionellen Optik verhilft. Die Bohrungen sind präzise und alle Gewinde verzugsfrei geschnitten. Die mitgelieferten Schrauben sind von minderer Qualität, vor allem diejenigen, die an der Motorträgerklemmung Verwendung finden. Sie wurden später durch hochwertigere M2,5 ersetzt.

Aus Versehen hatte ich noch eine alte Rahmenversion mit Aluauslegern geordert. Die Alurohre sind nicht sonderlich stabil und wurden von mir deshalb durch ebenfalls bei Tarot erhältliche 16x33mm CFK Rohre ersetzt. Diese müssten lediglich mit einer mittigen Bohrung für die Gelenkaufnahme versehen werden (Prisma & Standbohrmaschine).

Das beiliegende Plastiklandegestell ist sehr wackelig und wurde ebenfalls ersetzt.

Zum  Aufbau benötigt man folgende weitere Hilfsmittel:

 

  • Imbuswerkzeug
  • Elektronikmaterialien
  • Lötausrüstung
  • Kabel
  • Isoliermaterial
  • Gewebeschlauch
  • Stecker (MPX Hochstromsystem, Goldstecker)
  • Kabelbinder
  • diverse Schrauben und Muttern (M3; M2,5; M2)
  • Sekundenkleber (Cyanacrylat, Yukimodellbau), Heißkleber,  Locktide
  • Klett-Akku-Schlingen (Pichlermodellbau)

 

Testbericht Tarot FY680 -

Testbericht Tarot FY680 -

4. Aufbau und Anleitung Tarot FY680

Die zum Rahmen gelieferte, umfasst gerade einmal eine Seite, im Internet findet man aber umfassendes Bildmaterial und die passgenauen Teile lassen nach einigem Überlegungen keine Fragen offen. Bevor aber alles mit Schraubensicherungslack vibrationsfest gemacht wird, sollten die Kabel verlegt und die elektronischen Einbauten angebracht sein. Der Rahmen selbst ist nach zirka einer Stunde fertig aufgebaut.

Steuerelektronik

Ich verbaue das NAZA M V2 auf einer mit Distanzbolzen auf der Center Plate verschraubten Carbonplatte. Links und rechts wird das PMU und die Alu-GPS-Aufnahme befestigt. Dazu finden die mitgelieferten M3 Klebepads Verwendung. Der GPS-Träger wird zusätzlich verschraubt. Die Rohwingstange die von DJI mitgeliefert wird verklebe ich mit Sekundenkleber, die Aluhülsen schleife ich zuvor im Inneren an.

Den Empfänger befestige ich auf einem kleinen Balsaholzklotz auf der Center Plate (nahe den NAZA Eingängen, die mit den beiliegenden Patchkabeln mit den einzelnen Kanälen des Empfängers verbunden werden). Die Antennen des Empfänger-Diversitys verlege ich in etwa einem 90° Winkel am Landegestell. Am Landegestell befestige ich auch das UNISens E, welches über den Bus Anschluss des Empfängers angeschlossen wird.

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Antrieb

Hobbyking liefert die schwarz und grün eloxierten 14poligen Außenläufer mit einem 6mm Mitnehmer aus, dieser wird mit 3 Imbusschrauben auf der Motorglocke verschraubt. Die Motoren sind von guter Qualität. In Preis/Leistung wohl kaum zu schlagen, mit den Multistar Reglern laufen sie rund und zugleich leise. Die verwendeten Propeller passen perfekt auf die 6mm Aufnahmen und entwickeln keinerlei störenden Lärm.

Die Motoren werden mit M3 Schrauben auf den Carbonträgerplatten montiert, die Bohrungen stimmen bereits. Die Motorzuleitungen verlängere ich mit einem geflochtenen Kabelstrang des gleichen Durchmessers. Die Kabel führe ich in schützenden Nylongewebeschläuchen an den Kanten der Rohre und Carbonplatten vorbei bis zu den Reglern. Diese wurden am Rand der Center Plate mit Kabelbindern befestigt. Damit sie keinen Schaden nehmen, habe ich jeweils ein flaches Stück Schaumgummi untergelegt.

Die Stromzuleitungen werden, jeweils in Plus und Minus getrennt, in einen Strang gewoben. In diesen Strang webe ich ebenfalls ein Vierquadratkabel ein, an das die beiden parallel geschalteten Akkus angeschlossen werden. Dazwischen wird das UNISens E eingelötet.

Die Signalkabel der Regler sind lang genug und können in Gewebeschläuchen zum NAZA geführt werden. Wichtig dabei ist eine übersichtliche Nummerierung und Kennzeichnung der Kabel und Motoren. Außerdem habe ich auf jedem Motorträger die vorgesehene Drehrichtung vermerkt.

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Gimbal

Das Gimbal wird mit 4 Schrauben und Distanzbolzen an den Zuladungsrohren befestigt. Diese sind in Gummistoppern gelagert, die ebenfalls vibrationsdämpfende Eigenschaften besitzen. Am entkoppelten Gimbal befindet sich auch gleich das BEC und die mögliche FPV-Einheit.

Landegestell

Das mitgelieferte Landegestell bietet keine ausreichende Stabilität. Mittlerweile bietet Tarot ein manuell klappbares Zweibein an. Da dieses zur Zeit der Fertigstellung des getesteten Rahmens noch nicht erhältlich war, musste improvisiert werden.

Ein bei Schweighofer erhältlicher  GFK Fahrwerksbogen, wurde mit einer Proxxon geteilt und mit Aluprofilen als Kufen verschraubt. Um das Fahrwerk an den Zuladungsrohren zu befestigen, wurden die passenden Rasterungen des mitgelieferten Fahrwerks abgetrennt und auf den neuen GFK-Bögen verschraubt. Diese Fahrwerksvariante ist leicht und stabil -Funktionalität zum kleinen Preis.

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Ausleger

Die klappbaren Ausleger dienen auch gleichzeitig als Aufnahme für die jeweiligen Motorzuleitungen. Sie rasten in strammen Plastikfassungen. Diese dienen zugleich als Hebelteilende für die Kräfte, die durch die tragenden Motoren zustande kommen. Die Rohre deformierten sich nach 4 Flügen bedenklich. Um Abstürzen aufgrund von Materialschwäche frühzeitig vorzubeugen, rüstete ich auf Carbonrohre um, die bei Tarot im passenden Durchmesser (16mm) angeboten werden.

Diese CFK Rohre bieten deutlich mehr Stabilität im Vergleich zu ihren dünnwandigen Aluvorgängern. Angeschliffen können sie zusätzlich mit Sekundenkleber in den Plastikaufnahmen verklebt werden, wodurch sich die Verwindungssteifigkeit nochmals erhöht.

Um die Motorträger exakt horizontal auszurichten, habe ich mir ihre gemeinsame Ebene zu Nutzen gemacht. Das heißt, wenn sich alle Motorträgerplatten in einer Ebene befinden, dann sind sie perfekt horizontal ausgerichtet. Als Ebene diente ein Metalllineal. Alle Motoren sind horizontal (unabhängig vom Untergrund), wenn das Lineal perfekt über alle drei Trägerplatten aufliegt. 

5. Praxistest

Dank dem NAZA M V2 und dem zugehörigen PC Assistent lässt sich die erste Konfiguration beziehungsweise erste Kalibrierung leicht bewerkstelligen. Mit vollen Akkus und montierten 11×5 CFK Propellern, steht dem Erstflug nichts mehr im Weg.

Mit 3360g ist der Copter zwar kein Leichtgewicht, aber auch keinesfalls zu schwer. Die 6 Motoren sorgen für ein kräftiges Flugverhalten und der verwindungssteife Rahmen fördert zudem ausgewogene Flugeigenschaften.

Auch ein zügiger Flugstil, für schnelle  Kamerafahrten, stellt kein Belastungsproblem für die Carbonausleger oder sonstige Teile des Rahmens dar. Im Schwebeflug werden zirka 35A bei 11,5V benötigt. Um also genügend Reserve zu haben, wird bereits nach 10min die Landung eingeleitet. Mit 4S erhoffe ich mir längere Flugzeiten und einen höheren Wirkungsgrad des gesamten Antriebsstrangs. Das 3S Setup bietet aber mehr als ausreichend Leistung für GOPRO und Systemkamera, die dabei benötigten Ströme nehmen zwar zu, bleiben aber trotzdem im Rahmen. Bei 16°C Lufttemperatur kann man keine Erwärmung an Akkus, Regler und Motor feststellen.

Nach zirka 4 Einstellungsflügen (mit Laptop, da das BT Modul leider noch nicht von einer Android App unterstützt wird) hatte ich dann meinen sogenannten Luftnagel.

Testbericht Tarot FY680 -

Testbericht Tarot FY680 -

6. Fazit

Tarot liefert pünktlich und in guter Qualität, das verwendete Setup ist stimmig und bietet hochwertiges Equipment zu bezahlbarem Preis. Zugleich ist der Hexacopter ungewöhnlich  kofferraumfreundlich, was bei Ausflügen ohne Kleintransporter nicht unwichtig ist. Der Rahmen kann in Kombination mit einem Brushlessgimbal und einer hochwertigen Filmkamera auch prima als Backup-Copter dienen.

Außer bei den zu dünnwandig ausgelegten Aluauslegern gab es keinen Fall von Materialschwäche, was für die Alltagstauglichkeit des Klappmechanismuses und des gesamten Multicopters spricht.

Der FY 680 Rahmen in Verbindung mit dem NAZA M V2 und dem Antriebsstrang von Hobbyking bietet eine in Preis und Leistung schwer zu toppende Multicopterplattform.

 

Autor: Sebastian Haas

 

Kameradrohnen

Xiaomi FiMI A3 – wie gut ist eine Drohne unter 300€ ?

Xiaomi FiMI A3 - wie gut ist eine Drohne unter 300€ ? - xiaomi, featured

Mit der FiMI A3 startet der neue chinesische Low-Budget-Player Xiaomi einen neuen Angriff auf die Größen der Drohnen-Branche. Derzeit hat FiMi vier Drohnen auf dem Markt: Mi Drone Mini, Mi Drone 4K, FiMI A3 und FiMI X8 SE. Während die Mi Mini eine ausgezeichnete Einstiegsdrohne ist, bietet die X8 SE ordentlich Ausstattung mit 4K-Kamera und 3-Achsen-Gimbal. Mit der A3 schickt Xiaomi nun den kleinen Bruder der X8E ins Rennen. Für rund 250-270€ bekommt Ihr 25 Minuten Flugzeit, genaue Positionsbestimmung dank GPS im Dualbetrieb mit  GLONASS und einer Fernsteuerung mit integriertem FPV Bildschirm. Ich habe mir das zugegeben sehr verlockende Preis-/Leistungsverhältnis nun mal näher angeschaut und möchte Euch eine Einschätzung der Xiaomi FiMI A3 geben.

Xiaomi FiMI A3 - wie gut ist eine Drohne unter 300€ ? - xiaomi, featured

Highlights der FIMI A3

  • Duales Satellitenortungssystem (GPS+GLONASS);
  • Fernbedienung mit integriertem 5.8G Empfänger, 4.3″ LCD und DVR;
  • Bürstenlose Motoren mit 7.5″ Schnellspann-Propellern;
  • DIY-Anschluss für externe Geräte (UART, PWM GPIO und Vout);
  • GPS- und Sportflugmodi;
  • Intelligente Flugmodi (Follow-me, Orbit, Selfie und Headless);
  • Genaueres Return to Home (GPS-gestützte RTH);
  • Full HD-Kamera mit 5.8G Echtzeit-Bildübertragung;
  • Bis zu 1920×1080@ 30 fps Videoaufnahme (20/40/60Mbps);
  • 3-Achsen-Bildstabilisierung (2-Achsen mechanischer Gimbal + 3-Achsen-EIS);
  • Etwa 1KM Regelbereich (FCC);
  • Bis zu 25 Minuten Flugzeit

 

Angebote

Die XIAOMI FiMI A3

Das erste was bei der A3 auffällt ist die Größe. Mit Dimensionen von 285 x 229 x 69 mm ist das Modell im flugbereiten Zustand vergleichbar mit der aktuellen DJI Mavic 2 ( 322×242×84 mm). Sogar noch etwas kompakter. Auf der Waage kommt die Xiaomi FiMI A3 sogar nur auf 560 Gramm (Mavic 2 : 907gr). Ob das nun ein Vorteil ist? Ich denke eher nicht. Denn gerade bei Wind ist das höhere Gewicht der Mavic 2 doch von Vorteil – liegt einfach etwas satter in der Luft. Leider erspart das geringere Gewicht auch nicht die Drohnenplakette. Diese wird ab 250 Gramm zwingend benötigt. Der größte Unterschied zur Mavic ist allerdings der fehlende Klapp-Mechanismus. Und da kommen wir auch schon zu einem der wichtigsten Unterschiede zur Xiaomi X8 SE.

Das Design der FiMI A3 ist minimalistisch und in meinen Augen sehr schön und wertig. Xiaomi ist bekannt für gute Verarbeitungsqualität. Mein Saugroboter z.B. steht einem teuren Vorwerk in nichts nach. Da könnt ihr sicher sein – Xiaomi baut wirklich sehr ordentlich.

Der 3S 2000mAh Akku soll für eine Flugzeit von 25 Minuten sorgen – bei 500 Gramm Abfluggewicht kann das schon passen. Ich gehe aber eher von 20 Minuten aus. Das klingt für 250 EUR doch schon alles seht gut. Aber da geht noch was. Jetzt wird es SMART. Denn Xiaomi hat der FiMI A3 noch ein paar schlaue Features verpasst. So kann der Preis-/Leistungsheld nicht nur GPS gestützt fliegen, er bietet auch noch smarte Flugmodi wie Follow Me, Orbit-Modus, Fixed Wing, Dronie, Headless und One Key Return. Letzteres ist der „sichere Hafen“ für alle Neueinsteiger. Mit nur einem Knopfdruck fliegt der Quadrocopter zum Startpunkt zurück. Safety first.

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Smarte Flugmodi des FIMI A3

Lieferumfang

  • Xiaomi FiMI A3 (hier mehr Details)
  • FPV Fernsteuerung
  • Propeller mit Quick-Release Funktion
  • 3S Akku mit 2000mAh
  • Ladegerät mit Netzteil
  • Alle benötigten Kabel

Kamera & Gimbal

Anders als der große Bruder kann der Xiaomi FiMI A3 „nur“ in HD aufzeichnen. Sprich, die Kamera liefert 1080p HD Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Das allerdings bei einer Video-Bitrate von 60Mbit/s. Dies sorgt für ein klares HD Bild. In der Preisklasse schon mal ein echtes Plus! Das Gimbal suggeriert eine 3-Achs Steuerung aber Vorsicht. Mechanisch sind es nur 2 Achsen. Die 3. Achse wir per Software gerechnet. Das hat im Grunde keinen großen Nachteil, es wirkt nur etwas künstlicher als ein echtes 3-Achs Gimbal. Mit einem FOV von 80 Grad bekommt ihr zumindest ein sehr gerade Bild – Fisheye Optik will ja niemand. Dies ist gerade bei Fotos wichtig. Hier liefert die A3 leider nicht die besten Ergebnisse. Da wird doch stark künstlich nachgeschärft und bearbeitet. Wirklich schön sind die Fotos nicht. Daher wäre die Empfehlung eher für Videoflieger – die wirklich schöne HD Aufnahmen aufzeichnen möchten. Und das kann die A3 für einen Preis von 250 EUR wirklich sehr gut. Hätte man mir vor 6-7 Jahren gesagt, was für das Geld bald möglich ist….

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FPV Fernsteuerung

Während der teurere FiMI X8 SE mit einer monitorlosen Fernbedienung ausgestattet ist, verfügt der Sender des FiMI A3 über einen integrierten 4.3″ FPV-Bildschirm. Darüber hinaus verfügt es über einen integrierten DVR, mit dem FPV-Flüge aufgezeichnet werden können. Auf der Unterseite, hinter der Gummiklappe, befinden sich der Micro-USB-Ladeanschluss, der AV-Ausgang und der Micro-SD-Steckplatz. Die Fernsteuerung kommt zwei Antennen: eine 2,4 GHz für die Flugzeugsteuerung und eine 5,8 GHz für die Live-Videoübertragung. Über das Konfigurationsmenü kannst Du zwischen den Betriebsarten Modus 1, Modus 2 und Modus 3 umschalten. So ist die Funke für jeden Flugstil geeignet.  Die Modes besagen, auf welchem der Sticks GAS & Steuerung konfiguriert ist. Mode 2 ist der Klassiker – Gas (Höhe) & Gier links, Roll & Pitch liegen auf dem rechten Stick.

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Auf der Vorderseite befinden sich neben den besagten Steuerknüppeln und der Ein-/Aus-Taste ein Zwei-positions-Schalter (Flugmodus), die RTH-Taste und ein fünfseitig orientierter Mini-Joystick. Die Kamerataste (Foto/Video) befindet sich auf der Rückseite der Fernsteuerung. Auf der Oberseite befinden sich je ein Drehregler für den Neigungswinkel der Kamera und für die EV-Einstellung der Kamera oder zur Ansteuerung der PWM Ausgänge.

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Der 4,3-Zoll-FPV-Bildschirm bietet detaillierte Fluginformationen über ein grafisches OSD. Auf dem oberen Band werden folgende Flugdaten (von links nach rechts) angezeigt: Drohnenakkuspannung, Anzahl der Satelliten, Flugmodus, Aufnahmetimer, FPV-Foto-/Videomodus, FPV- und RC-Signalstärke und RC-Batteriespannung. Horizontalgeschwindigkeit, Vertikalgeschwindigkeit, Flugzeugheckkurs, Flugdistanz und Flughöhe werden am unteren Bildschirmrand angezeigt. Wenn Ihr FPV Racekopter fliegt, kenn ihr die Qualität der 5,8 Ghz Analog-Videoqualität. Falls nicht : Erwartet hier bitte keine HD Übertragung oder ein Fancy Setup-Bild. Analog ist analog. Da kommt es auch zu Bildstörungen und Rauschen. Damit muss ma leben. Bietet aber im Vergleich zu WLAN Kameras in der Preisklasse erstklassige Stabilität und Sicherheit. Da gibt es kein „einfrieren“ des Bildes oder ein stocken der Übertragung. Da merkt ihr ziemlich genau wie weit ihr noch fliegen könnt, weil das Bild immer mehr Störungen bekommt – es bleibt aber niemals hängen. Und das ist ein großer Vorteil. Denn auch ein schlechtes Bild ist immer noch besser als gar kein Bild. Hier mal ein Video, das es besser verdeutlicht. Aber das ist NUR das FPV Bild auf dem Monitor – die aufgenommene Qualität der Kamera ist in HD.

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Der FiMI A3 ist sofort einsatzbereit, Quick-Release Props installieren, Akku rein und los geht es. Standardmäßig ist die Flugstrecke auf 500 Meter und die Flughöhe auf 120 Meter begrenzt. Für einen sicheren Start und ausfall-freien Flug benötigt der A3 mindestens 10 Satelliten. Das kann beim Start schon mal ein paar Sekunden dauern, bis alle Daten gelogged sind und ein Flugbeginn möglich ist.

Für Spielkinder

Ein richtig cooles Gadget verbirgt sich auf der Unterseite des FIMI A3. Der DIY PORT! Ja, genau. Hier könnt Ihr euch austoben. Der Port erlaubt die Steuerung externer Geräte. Bonbons abwerfen? LEDs steuern? Tobt Euch aus. Ich find es super!

Xiaomi FiMI A3 - wie gut ist eine Drohne unter 300€ ? - xiaomi, featured

 

Eine Kaufempfehlung?

Von meiner Seite aus ja! Für unter 300 EUR bekommt ihr hier echt eine MENGE an cooler Features und bezauberndes Videomaterial. Die FPV Fernsteuerung mit 5,8 -GHz ist ein weiteres, lohnendes Feature. Gerade wenn man bedenkt, wie teuer bereits ein Monitor mit Videoempfänger ist. Wer seinen Fokus auf Fotos legt, ist allerdings hier falsch. Da gibt es allerdings in der Preisklasse auch nichts. Sehe ich eine Alternative zum Xiaomi FiMI A3? Aktuell nicht – außer ihr kauft Euch einen gebrauchten DJI Phantom für kleines Geld. Aber bitte nicht mehr die 1. Versionen…

 

Wo kaufen?

Das müsst ihr entscheiden. Ihr könnt direkt bei Banggood in China kaufen. Vorteil: Es gibt immer eine Menge Rabatte und Gutscheine. Da kann ein echtes Schnäppchen noch günstiger werden. Nachteil: Ihr stärkt weder Deutschland noch den lokalen Handel. Entscheidet selber. Hier die Möglichkeiten:

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