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DJI

DJI Mavic 2 PRO mit Hasselblad Kamera

DJI Mavic 2 PRO Hasselblad Drohne im Test

Als DJI eine Mehrheitsbeteiligung an Hasselblad erwarb, war meine Begeisterung zwar da, jedoch hab ich mich gefragt, ob das überhaupt mit den Consumer Drohnen zusammenpasst. Mein erster Gedanke war ein fliegendes System für absolute Profifotografen – wer Hasselblad kennt, wird auch die Preisliste im Auge haben ;).  DJI ist bekannt für schnelle Produkt-Iterationen, während Hasselblad einen sehr stattlichen Release-Zyklus hat. DJI baut Produkte für Verbraucher und Gelegenheitsnutzer genauso wie für Profis, während die einzigen Gelegenheitsnutzer, die eine Hasselblad ihr Eigen nennen, in der Regel sehr gut betucht oder absolute Enthusiasten sind.

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Nun aber rückt die Strategie hinter dem Kauf in den Blickpunkt. Die Mavic 2 Pro ist die erste Drohne, die die Technologien der beiden Unternehmen ernsthaft integriert. Es ist keine Gimbal Lösung für Standard – Hasselblad Formate im hohen 5stelligen Preissegment – nein – es ist eine komplette Neuentwicklung – gerade für das Unternehmen Hasselblad.

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Die Kamera

Die Kamera der Mavic 2 Pro ist die erste ihrer Klasse mit einem 1-Zoll-Bildsensor mit 20 Megapixeln. Laut DJI unterstützte Hasselblad das Objektivdesign, die Bildverarbeitung und die Farbwissenschaft und verlieh der Pro-Kamera die „Natural Color Solution“ von Hasselblad. Und das sieht man!

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Die Kamera des Mavic 2 Pro zeichnet 4K-Video (3840 x 2160) mit der Option auf, Videos im 10-Bit-HLG- oder 10-Bit-D-Log-Format direkt auf eine microSD-Karte aufzunehmen. 4K  bei 30p, 2,7K bei 60p und HD-Video bei 120p auf. Dank der zusätzlichen FAT 32-Unterstützung kann der Mavic 2 Pro längere Videodateien als seine Vorgänger speichern – bis zu 32 GB an einem Clip.

LEIDER fehlt mir hier die Option 4K 60fps – das kann der 1″ Sensor der DJI Phantom 4 Pro schon seit über einem Jahr.  Erstmalig hält ein Iso-Bereich bis 12.800 Einzug und dank „HyperLight“ werden Nachtaufnahmen auch mit dieser hohen Isozahl sehr klar und rauscharm.  Das verbaute Objektiv kommt mit einer festen Brennweite von 28mm und einer verstellbaren Blende von f2.8 – f11.

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Die Drohne

Neben der verbesserten Kamera ist die Mavic 2 Pro auch aerodynamischer und effizienter als ihr Vorgänger. So kann die Mavic 2 im Sportmodus eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h erreichen, mit einem voll aufgeladenen Akku bis zu 31 Minuten lang fliegen und ist deutlich leiser als der ursprüngliche Mavic Pro. Das Abfluggewicht liegt bei 907 Gramm.

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Zusammen mit dem Mavic 2 Zoom ist die Pro die erste Hobbydrohne mit omnidirektionalen Sensoren zur Hinterniserkennung, obwohl die Seitensensoren nur bei Verwendung der intelligenten Flugfunktionen von DJI im ActiveTrack-Modus aktiviert sind. Warum „Nur“? Ganz einfach – im Active Track Modus fliegt die Mavic autonom und deutlich langsamer. Allerdings hat der Active Track Modus ein paar coole neue Updates bekommen. Es verwendet nun sowohl nach vorne gerichtete Sensoren als auch die Hauptkamera, um 3D-Karten von Objekten zu erstellen – besser, um sie im Flug zu vermeiden (vorherige Modelle erstellten 2D-Karten). Auch die Rechenleistung zur Hindernisvermeidung wurde erhöht.

Beindruckendes Video zum Active Track 2.0 gefällig?

Zusätzlich zu dem großzügigen Sortiment an automatisierten Flug-/Filmmodi hat DJI einen neuen Hyperlapse-Modus mit vier Flugoptionen entwickelt.

Hyperlapse ist gerade „neue Shit“ unter Drohnenfliegern und ja, es ist berechtigt. Die Aufnahmen sind grandios! Was unterscheidet Hyperlapse eigentlich von einer Timelapse – (Zeitraffer) Aufnahme? Ganz einfach – es ist eine bewegte Zeitfrafferaufnahme. Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen :


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Die Übertragung / Reichweite

Die Mavic 2 Pro verwendet die OccuSync 2.0-Technologie von DJI, um ein 1080p-Videosignal von der Drohne auf einen bodengebundenen Empfänger in einer Entfernung von bis zu 8km zu übertragen. Richtig – das dürft ihr nicht und solltet ihr nicht – bitte immer ans geltende Gesetz halten!
ABER was vermitteln mir die 8km? Das ich in Sichtweite IMMER ein perfektes Signal habe – das erhöht nicht zuletzt den Spaß mit dem Gerät sondern ist ein echt gutes Sicherheits-Feature. Denn bitte verlasst euch niemals Allein auf die Technik. Auch wenn die DJI Modelle alles selber können – lernt bitte richtig fliegen. Ohne Hilfen auf euch zu steuern (seitenverkehrtes Steuern) ect. pp. Das hilft in schwierigen Situationen ungemein und macht auch mehr Spaß – zudem werden eure Kamerafahrten viel cooler.

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Wer kein Bock hat ständig ein Telefon oder Tablet mitzunehmen, kann seit einigen Monaten nun mit dem DJI Smart Controller eine neue Funke samt integriertem Display dazukaufen. Das lohnt sich, denn das Bild ist extrem gut, bei Sonnenlicht extrem gut zu erkennen und ihr müsst nicht auf den Ladezustand eures Telefons achten.

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Design und Verarbeitung

Immer wieder beeindruckt mich wie DJI mit jeder Generation einen drauf setzt. Optisch immer cleaner und hochwertiger und die Verarbeitung wird mit jeder Generation besser. Dazu kommt die Größe – die neue Mavic 2 PRO passt in jeden Kamerarucksack – und zwar mühelos. Die Verarbeitung des Gimbals ist im Vergleich zum Vorgänger nochmals deutlich besser – alles wirkt stabiler und dennoch filigran. Ein Riesen Nachteil der ersten Generation des Mavic war die Kameraabdeckung – da wurde ordentlich nachgebessert.

Der Klappmechanismus der Arme funktioniert einwandfrei. Nichts hat Spiel oder wirkt locker. Die kleinen LEDs in den Füßen sind winzig aber hell. Auch hier hat DJI wirklich grandiose Arbeit geleistet. Ein weiteres Highlight befindet sich auf der Unterseite. Die Mavic 2 Serie verfügt über Landescheinwerfer – diese schalten sich im Landeanflug an und leuchten den Boden wirklich gut aus. Ein nettes Gimmick 🙂

Handling

Was die Handhabung betrifft, ist die Mavic 2 Pro etwa so wendig wie frühere Mavic-Modelle, die wir geflogen sind. Doch es fällt schon sehr auf, wie leise die neue Generation geworden ist. Das Flugverhalten ist einfach DJI-typisch m.M.n. nicht weiter verbesserter – das APAS-Objektvermeidungssystem bietet standardmäßig nur akustische Warnungen. Du kannst diese Funktion im Menü aber aktivieren, so dass die Drohne automatisch um Hindernisse herumfliegt. Die 30 Minuten Flugzeit sind realistisch bei normalem Flugverhalten. Im Sportmodus und Vollgas oder bei starkem Wind kann man schon mal gut 5 Minuten abziehen. Im Winter ohne vorgeheizte Akkus rechne ich mit 20 Minuten Flugzeit. Wird dann getestet.

Einsatzgebiet des Mavic 2 Pro

Die Mavic richtet sich im Grunde an Alle Hobbypiloten, YouTuber un Filmemacher. Gerade die Hasselblad Variante ist für die Fotografie wunderbar geeignet und sicherlich die erste Wahl für Fotografen. Aber für auch ambitionierte Filmemacher ist die 1″ Variante des Mavic 2 Pro die beste Wahl. Die Hasselblad Kamera liefert einfach grandiose Filmaufnahmen dank 100MBit und dem 10-Bit Dlog-M Farbprofil.

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Durch die vielen QuickShot Möglichkeiten und Active Track 2.0 ist die Mavic 2 der ideale Begleiter für jede Sportart und Selfie-begeisterte Flieger. Sich selbst auf dem MTB oder im Auto verfolgen lassen? Auf dem Snowboard gefilmt werden? All das meistert die Mavic 2 wirklich brillant!

Preise & Kaufen

Die Mavic 2 PRO mit Hasselblad Kamera ist für 1.499 EUR zu bekommen (hier z.B.)
Zusätzlich gibt es das Set noch mit der DJI Smart Fernsteuerung für 1.999 EUR (hier z.B.)

Ein Akku schlägt mit 139 EUR zu Buche. (hier kaufen)

Angebote:

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Fazit DJI Mavic 2 PRO Test

Mein Test zum DJI Mavic 2 PRO ist noch in vollem Gange – ein endgültiges Fazit kommt erst nach dem Langzeittest – wenn ich das Modell wirklich in einigen Aufträgen im Einsatz hatte. Aber vorab:

DJI macht eine Menge richtig – wenn auch zu einem hohen Preis. Wer günstige Modelle sucht, ist bei DJI sicherlich nicht an der richtigen Stelle. Doch bekomme ich auch was für mein Geld? ABSOLUT! Besonders bei dem Mavic 2 Pro mit Hasselblad Kamera – da habe ich ehrlich gesagt mit einem deutlich höheren Preis gerechnet.  DJI legt mit dem Modell großen Wert auf Kameraqualität – und da kann ich jetzt schon sagen, dass sie es aktuell nicht besser machen können – traumhafte Fotos, perfekte Videos – und für die Nachbearbeitung bleibt mehr als genug Spielraum dank neuer Profile und natürlich DNG Fotos. (RAW)

Mein Fazit bislang : Klare Kaufempfehlung für Menschen, die wert auf wirklich gutes Bildmaterial und Videoqualität legen – vor allem im U-2.000 EUR Bereich.

Der leichte Punktabzug beim Flugverhalten ist dem neuen Hyperlapse Modus geschuldet – dieser könnte noch einen Tick besser stabilisieren.

P.S. Wie teste ich eigentlich? Ganz einfach: Meine Kriterien sind immer gleich. Was ist im Lieferumfang, wie ist die Verarbeitung, Bildqualität usw. Das vergleiche ich für mich nach internen Kriterien stets mit bereits getesteten Modellen. Eine „100“ zu bekommen ist fast unmöglich – aber eben nur fast. DJI setzt in Sachen Flugverhalten und Verarbeitung wirklich alles auf eine Karte – hier gibt es keine Kompromisse. Mehr geht in der Preisklasse aktuell einfach nicht. Bei den Kameras gibt es immer hier und da Kleinigkeiten – sei es Rauschverhalten, Dynamikumfang, Verzerrung, Schärfe. Aber eine – im Fall des Mavic 2 PRO – 96 zu bekommen ist schon mit das höchste der Gefühle – konkurrenzlos muss man fast sagen.

95
DJI Mavic 2 PRO mit Hasselblad Kamera
Fazit
Positiv
perfekt verarbeitet
TOP Flugverhalten
Kamera liefert hervorragende Qualität
Lange Akkulaufzeit
Negativ
Preis ist relativ hoch
Hyperlapse Modus noch verbesserungswürdig
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