Mit dem UVify Draco kommt heute ein neuer RTF Racer auf den Markt. Grund genug, dass ich mir das Modell mal näher anschaue. Bisher hatte ich nur davon gehört.  Der Draco kommt in 2 Versionen. Es gibt die klassische SD Variante und eine HD Variante. Hier wird wie die Kürzel schon verraten in der Bildqualität unterschieden.

Direkt zum Video des UVIFY DRACO

Das Design des Draco ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Optisch sehr schön geschlossener Build mit toller Integration der LEDs. Das muss bei Nacht schon wirklich klasse aussehen. Die Carbon-Arme bieten an der Unterseite Platz für die ESCs und die LEDs, die in einem geschlossenen Kunststoff Gehäuse das Arm-Design abrunden. Die Motoren sind klassisch auf den Armen montiert. Die kompletten Arme sind steckbar. Das Konzept selbst kennen wir ja schon von Videocoptern oder dem TBS Vendetta, doch hier lassen sich die einzelnen Arme samt Motor, ESC und LED einfach mit 2 Schrauben austauschen. Das sorgt bei einem Crash für einen schnellen Wiederaufbau… Wenn man sich ihn denn leisten kann. Denn ein Arm samt Motor und ESC kostet mal eben. 69 USD (ohne MwSt.). Und es gibt auch keine einzelnen Komponenten, wie Motoren ODER Regler zu kaufen. Es kann immer nur der gesamte Arm getauscht werden. So gibt es für 109 USD dann ein Paket von 2 Armen als Ersatzteil.

Bleiben wir aber mal bei den Preisen. Auch wenn das Konzept und der Copter selbst noch so cool sind, für einen Akku müsst Ihr ca. 80 EUR. berappen! Für EINEN… Das macht eine Flugzeit von ca.3-4 Minuten. Die Smarten Akkus fügen sich ins Gesamtbild des Copters ein und bieten einen Über- und Unterspannungsschutz. Zudem gibt es 4 kleine Kontrolle LEDs die uns über den Akkustand informieren. Die 1.800 mAh 4S LiPos werden mit einem extra für die Akkus angefertigtem Ladegerät geladen. Nach einer guten Stunde sind die Akkus voll und können dann mit 75C entladen werden.

Leider findet man auf der Website von UVify kaum Infos zu den verbauten Komponenten. Weder ESC noch FC oder Motor sind näher beschrieben. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht. Es gibt aber NIX. Dann wurde ich auf ein Google Snippet aufmerksam. Alle Specs sollen auf der Draco Homepage sein. Da war aber nix? Gut das es den Google Cache gibt! Denn so wissen wir endlich mehr.

Als Motor wird ein 2205er 2300kv Brushless mit maximalen 1,2kg Schub bei 5×4,5er Props verbaut. Die ESCs können 30A kontinuierlich und 60A Spitze. Das ist schon gut dimensioniert. Zusätzlich bieten die ESCs aktive Kontrolle – UVify schreibt “ Temperature compensation with active motor health monitoring“. Als Video Setup kommt ein klassischer 5,8Ghz Sender zum Einsatz. Zur Kamera wird leider kein Wort verloren. Dazu wird ein Full Graphic OSD ins Videobild geschleift und gibt dem Piloten so die volle Kontrolle über den Akkustand, mAh Verbrauch und maximale Ströme. Die HD Version soll FullHD Streaming OHNE Latenz können – darauf wäre ich sehr gespannt.

Ohne Akku wiegt der UVify Draco gute 470 Gramm und zählt damit zu den schwersten RTF Coptern in der Größe bei 5″ Propellern.

Preislich schlägt die BNF Version ohne Fernsteuerung mit 599 USD zu Buche. Die HD Version kommt zu Euch für 799 USD. Bei beiden Versionen ist noch der Zoll drauf zu rechnen. Alles in allem finde ich den Preis für Zubehör und Copter deutlich zu hoch.

Zumindest hat man bei Fernsteuerung die Wahl. Es lassen sich SBUS, PPM und PWM Empfänger verkabeln. Video anschauen? Hier lang.